Labortagebuch September 2017

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18.9.17: Der Bootloader-Reset-ATmega



Bei der Software-Entwicklung für eine AVR-Platine kam der Wunsch nach einem MCS-Bootloader auf, damit die Entwicklung mit Bascom ohne externen Brenner durchgeführt werden kann. Aber leider war der Reset-Eingang des ATmega32 nirgendwo angeschlossen. Die Lösung: Ein Reset-Taster direkt auf dem Controller. Bei jedem Download muss man nur noch einmal auf den Taster drücken. Der Bootloader wurde bereits früher schon mal für den Mega32 und 16 MHz angepasst (siehe ELEXS).

13.9.17: Der Mickymaus-Abhörspion



Im Supermarkt habe ich ein Mickymaus-Megaheft mit einem interessanten Spielzeug gefunden: Ein Abhör-Spion mit Mikrofon, Verstärker und Kopfhörer. Wie haben die das wohl so preiswert hinbekommen? Ob Daniel Düsentrieb daran mitgewirkt hat? Ich glaube nicht, denn die Verstärkung ist sehr gering. Man hört kaum mehr als ohne das Gerät. Das hätte er nicht durchgehen lassen. Vermutlich hat Dagobert Duck in den Dusch'schen Elektronikwerken mal wieder die Parole ausgegeben: Jeden Kreuzer sparen!







Die Platine trägt drei Transistoren. Ein Elko mit 100 µF wurde eingespart. Aber ein Widerstand mit 100 Ohm wurde nachträglich in Reihe zum Kopfhörer eingebaut.



Die Schaltung habe ich abgezeichnet und durchgemessen. Nein, Daniel Düsentrieb war offensichtlich nicht beteiligt, denn der dritte Transistor erhält viel zu viel Basisstrom und befindet sich voll in der Sättigung. So kann das nichts werden, das hätte er niemals so erfunden. Die DC-Kopplung zwischen der zweiten und dritten Stufe ist zwar eine gute Idee. Aber wie man sowas richtig dimensioniert, kann man ja in den Grundschaltungen der Elektronik nachschlagen. Da gibt es sicher  Wege, wie man die Schaltung doch noch richtig empfindlich bekommt. 



Eine erste Notreparatur verwendet den dritten Transistor als Emitterfolger. Damit wird es schon viel lauter. Aber es gibt noch viel bessere Lösungen. Ich bin davon überzeugt, dass man mit der gleichen Anzahl an Bauteilen noch wesentlich mehr herausholen kann. 

Ein Kommentar dazu von  das |_ Team:

Auch wir sind darüber empört, dass diese Schaltung so die Qualitätskontrolle der Fertigungsstätten des Duck'schen Kommerz-Imperiums passieren konnte.  Bei der weiteren Aufklärung, weshalb es überhaupt dazu kam, könnten evt. die Spezialisten des Verein D.O.N.A.L.D. helfen:   http://www.donald.org/

Weil: Wenn  die  es nicht wissen - wer sonst?  Der D.O.N.A.L.D.'schen Tätigkeit entstammt ja bereits der de"ducK"torisch brilliant geführte Beweis zur Höhe der Versorgungsspannung im Entenhausener Haushaltsstromnetz. Dieser liefert - als Voltzahl geschrieben 313 - was einmal mehr auch die Genialität des Carl Barks bei der Erschaffung seines Geschichtenuniverums widerspiegelt: Beitrag von Uwe Wackerhagen, MdD:  https://www.donald.org/forschung/tgdd/tgdd335.pdf

Keinesfalls aber sollte man in dieser Angelegenheit vorzeitig aufgeben, denn womöglich liegt der gesättigten 3. Tranistorstufe in der analysierten Schaltung eine geniale Idee zugrunde, die zu sehen wir einfach noch nicht im Stande sind.


8.9.17:  Das gepolte Relais



Durch Fehler wird man klug. So bin ich erstmals darauf gestoßen, dass es Miniatur-Relais gibt, bei denen man sie Polung der Spule beachten muss. Falschrum fließt zwar der gleiche Strom, aber es passiert nichts. Richtig herum hört man es klicken. Einmal scharf nachgedacht, da muss ein kleiner Permanentmagnet drin sein. Offensichtlich gibt es sowas schon länger, denn so ein Relais habe ich einem alten Modem gefunden. Ein Test mit dem Netzteil zeigte: Es klickt nur bei richtiger Polung. Dieses Relais hat 170 Ohm und ist für 5 V gedacht, spricht aber schon bei 3 V an.





Das Relais hat einen seitlich beweglichen Anker. Die beiden Anschlag-Pole sind magnetisiert. Deshalb muss die Stromrichtung beachtet werden. Wenn ich am hinteren Ende der Spule einen starken Magneten annähere, wird der Anker ebenfalls bewegt. Aber diesmal muss man Nord- und Südpol beachten, es funktioniert nur in einer Richtung.







Noch etwas Plastik entfernt, dann sieht man den kleinen Magneten.





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