SmartKids Lügendetektor        


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https://www.franzis.de/maker/technik-fuer-kinder/luegendetektor-smartkids-bausatz

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Der Kommissar muss wissen, wer lügt und wer die Wahrheit sagt. Und auch ein Geheimagent kommt nicht ohne elektronische Hilfsmittel aus. Baue dir deinen eigenen Lügendetektor. Spiele mit deinen Freunden und teste, wie zuverlässig dein Gerät zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden kann. 
Viel Spaß bei Spiel und Abenteuer!

Die Platine

Diese Platte mit elektronischen Bauteilen, Leitungen und Anschlüssen steht im Zentrum der Versuche. Wenn alles richtig verbunden ist, wirst du einen Ton hören, der höher wird, wenn jemand lügt.

Ein langer Draht und zehn Plastikstopfen sorgen für die richtigen Verbindungen. Die Stopfen passen in die 4 Millimeter großen Löcher der Platine und klemmen die Drähte seitlich ein.


Falte die Kartonvorlage zu einem Stufenkästchen. Die Seitenteile dürfen noch lose geknickt bleiben, weil die beim Einbau in die Blechdose stabil gehalten werden.  Schraube die Platine auf den Karton. Schiebe die Piezoscheibe in die Schlitze. Später kannst du sie auch ankleben. Der ganze Karton wirkt dann wie ein größerer Lautsprecher.

Schließe zuerst den Lautsprecher an. Verwende die Anschlüsse LS0 (schwarz) und LS1 (rot). Drücke die Plastikststopen leicht in die Kontaktlöcher, damit die Drähte seitlich eingeklemmt werden. Schließe dann den Batterieclip an, aber die Batterie soll noch nicht angesteckt werden. Das schwarze Kabel ist der Minuspol und kommt an BAT-, das rote ist der Pluspol und kommt an BAT+.

Der erste Test

Der erste Test kann ohne das Blechgehäuse durchgeführt werden. Kontrolliere noch einmal alle Verbindungen und stecke dann den Batterieclip auf die 9-V-Batterie. Die gelbe Leuchtdiode auf der Platine geht an. Berühre dann die Fingerkontakte F0 und F1. Aus dem Lautsprecher hörst du ein Knattern oder Summen. Das Ergebnis hängt davon ab, wie trocken deine Finger sind.

 

Teile den Draht in zwei gleich lange Hälften. Entferne die Isolierung an einer Seite auf einer Länge von 1,5 cm und an der anderen Seite auf etwa 15 cm. Wickle das lange Ende zweimal lose um den Finger einer Testperson und drehe die Enden etwas zusammen. Der Draht soll sich wieder abziehen lassen, sodass du ihn einer anderen Person anstecken kannst.
 


 
Die Kabel können mehr oder weniger weit auf die Finger geschoben werden und sitzen dann unterschiedlich fest. Davon hängt es ab, welchen Ton du hörst. Bei einem Ton mittlerer Höhe ist alles in Ordnung. Wenn man dann die Finger zu einer Faust formt, wird der Ton höher. Falls sich die Drähte einmal direkt berühren, wird der Ton noch höher.

Einbau

Wenn die ersten Tests gut verlaufen sind, soll die Kartonschachtel in die Blechdose eingesetzt werden.  Dann drücken sich die Seitenteile an die Innenwände und halten damit den Aufbau stabil. Entscheide selbst, ob du den Karton in sich fest verkleben willst oder nur lose einlegst. Schiebe die Batterie halb in den Ausschnitt der mittleren Seitenwand. Sie wird dann etwas festgehalten und kann auch im ausgeschalteten Zustand des Geräts an ihrer Stelle bleiben.  
 


Wenn du das Gerät nicht verwendest, soll es abgeschaltet werden. Nimm dazu das rote Plus-Kabel aus dem Anschluss BAT+ und stecke es in den Anschluss AUS. Dieser Anschluss hat keine elektrische Verbindung und ist so etwas wie ein Parkplatz für das Plus-Kabel, damit es nicht versehentlich eine andere Stelle berührt. Wenn du das Gerät einschalten möchtest, bracht du nur das Plus-Kabel von AUS abzuziehen und in BAT+ zu stecken. Die gelbe Leuchtdiode auf der Platine zeigt dir, wann das Gerät eingeschaltet ist.


Das Lügenspiel

Zwei oder mehr Spieler sollen abwechselnd an den Lügendetektor angeschlossen werden. Wer den Test bestehen will, muss sich eine Zahl zwischen 1 und 10 ausdenken und für andere nicht sichtbar aufschreiben. Dann wird gefragt: Ist es die Eins, die Zwei, die Drei? Ganz langsam werden alle möglichen Zahlen gefragt. Die Antwort ist jedes Mal „Nein“.

Alle hören genau hin, ob der Ton aus dem Lügendetektor höher wird. Wenn man geschickt fragt, wird der Befragte nervös, sobald man sich der richtigen Zahl nähert. Dabei steigen sein Blutdruck und die Herzfrequenz. Außerdem beginnt er stärker zu schwitzen. Die größere Hautfeuchtigkeit vergrößert die elektrische Leitfähigkeit der Haut. Deshalb steigt die Tonhöhe an. So kann man hören, an welcher Stelle gelogen wird.

Nach mehreren Runden wird der Sieger ermittelt. Wer hat am häufigsten eine Lüge erkannt? Und wer konnte am besten lügen? Du wirst merken, dass die Töne des Lügendetektors nicht immer eindeutig sind. Es gehört viel Geschick dazu, die richtigen Fragen zu stellen und die Wahrheit herauszuhören.

Zusatzversuche

Dein Gerät kann nicht nur die Leitfähigkeit von Fingern überprüfen, sondern auch von anderen Dingen und Stoffen. Lege die Drähte einmal in ein Glas mit klarem Leitungswasser. Du hörst einen tiefen Ton. Streue dann einige Körnchen Salz ins Wasser. Je mehr sich das Salz im Wasser auflöst, desto höher wird der Ton. Wenn du statt Salz etwas Zitronensaft verwendest, steigt der Ton viel schneller an, weil sich die Zitronensäure schneller mit dem Wasser vermischt.

Lege die Drähte in trockenen Sand oder trockene Erde. Sobald du etwas Wasser hinzugibst, steigt die Tonhöhe an. So kannst du auch die Feuchtigkeit von Blumenerde überprüfen.

Lege die Drahtschleifen so unter einen Teppich, dass sie sich gerade nicht berühren. Aber wenn jemand darauf tritt, soll es eine Verbindung geben, man hört einen Ton. Damit hast du eine Alarmanlage gebaut.

Denke dir noch weitere Spiele und Experimente aus, bei denen sich berührende Metallteile oder Drähte einen Ton einschalten.



Aufbautipp zur Alarmange von Richard Kotte



So kann man auf leichte Weise eine Alarmanlage bauen. Der Vorteil ist, dass die Wäscheklammer bereits das FlipFlop ist, welches den Alarm gespeichert hält.


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