SSB-Empfang mit GNU Radio         

 
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Download: SWssbRX.grc

Tagsüber findet man mit einem AM-Empfänger im 41-Band gähnende Leere, alle Rundfunksender sind abgeschaltet. Direkt darunter im 40m-Amaterufunkband entdeckt man aber fast immer starke Signale, die jedoch nicht verständlich sind, weil es sich meist um SSB- oder CW-Signale handelt. Dazu muss der Empfänger etwas umgebaut werden. Auch hier wird wieder eine Zwischenfrequenz von 1 MHz verwendet. Es reicht nun ein Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von 3 kHz, um das Signal hörbar zu machen. Allerdings hört man in dieser Version sowohl das untere als auch das obere Seitenband. Voreingestellt ist die Frequenz 7205 kHz, also der erste mögliche Rundfunksender im 41m-Band. So weiß man gleich, ob das Rundfunkband erwacht ist. Die Oszillatorfrequenz im HackRF One ist so exakt, dass der Träger des AM-Senders auf Schwebungsnull steht.

Weiter unten hört man SSB-Sender, die im 40m-Band das untere Seitenband (LSB) verwenden. Der einfache Empfänger konnte zuerst nur in 5-kHz-Schritten abgestimmt werden. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Stationen tatsächlich ein 5-kHz-Raster verwenden, also den unterdrückten Träger auf Vielfache von 5 kHz einstellen. Das Spektrum zeigt eine LSB-Station auf 7095 kHz. Alle Signale liegen unterhalb 0 kHz, genauer zwischen -300 Hz und -3 kHz. Am Ende wurde zusätzlich eine Feinabstimmung eingebaut. Der Empfänger verwendet auch wieder eine Zwischenfrequenz von 1 MHz. Der Überlagerungsoszillator lässt sich um +-5 kHz verstimmen.



Auf 5505 kHz kann man oft in USB den Flugwetterdienst Shannon Volmet hören und erfährt dabei für alle europäischen Flughäfen die wichtigsten Wetterdaten wie Temperatur, Wind und Sichtweite. Alle Signale liegen bei USB-Empfang oberhalb 0 Hz. Beim Durchstimmen erkennt man SSB-Sender oft an der spektralen Verteilung der Modulationsfrequenzen mit einem Schwerpunkt bei den tiefen Tönen.



Dieser Empfänger ist besonders einfach zu bedienen, hat aber auch einige Nachteile. Wie bei einem Direktmischer werden Signale unterhalb und oberhalb der Mitte bzw. der gedachten Trägerfrequenz empfangen. Damit hat man mindestens die doppelte Bandbreite und damit auch mehr Störungen und ein höheres Grundrauchen. Auf den dicht belegten Amateurfunkbändern kommt es damit auch zu Störungen durch Nachbarstationen. Das soll im nächsten Versuch besser werden.


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