Der Beitrag zur
Tunneldiode hatte mich neugierig gemacht, insbesondere weil ich über
die genaue Funktionsweise noch nichts wusste. Der Tunneleffekt ist in
der Theorie und bei tiefen Temperaturen im Physikstudium Standard. Aber
bei Raumtemperatur selbst damit zu experimentieren - das hat mich
interessiert (ein gutes Tutorial zur Tunneldiode habe ich hier
gefunden:
https://www.elektroniktutor.de/bauteilkunde/tunnel.html
). Daher habe ich mir 2 Tunneldioden besorgt (3I306 M, siehe oben) mit
Ip ca. 10 mA. Eine gute Quelle, wo jede Menge unterschiedlicher Typen
angeboten werden, ist
https://www.mos-electronic-shop.de/tunneldioden-c-87_86.html.
Eine Strom-Spannungsmessung wurde mit direkter Kontaktierung
durchgeführt - Diagramm a) - und eine mit zwischengeschalteter
Induktivität - Diagramm b) - mit ca. 0.1 µH (gemäß Spulenformeln). Ohne
Spule springt die Spannung von ca. 110 mV auf ca. 420 mV ohne
Oszillationen dazwischen. Mit Spule hingegen treten im mittleren
Bereich starke Oszillationen auf. Die Breite der Oszillationen ist im
Diagramm b) mit roten Pfeilen angedeutet, die Messpunkte im mittleren
Bereich entsprechen dem Mittelwert der Oszillationsspannung. Unten und
oben treten ebenfalls Sprünge auf. Die Oszillationsfrequenz variiert
kontinuierlich mit der Diodenspannung von ca. 40 MHz bis ca. 65 MHz und
ermöglicht die Anwendung als durchstimmbaren Spannungs-Frequenzwandler.
Allerdings besitzen die Frequenzspektrum eine gewisse Breite, sodass
Frequenzfilter nötig wären.
Mit Anwendung einer Spannungsrampe bei der Schaltung mit Spule sieht
man im Oszi-Bild sehr klar den mittleren Bereich der Oszillationen.
Frequenzscans wurden mit einem RTL-SDR Spectrum Analyzer (RTL2832U
mit R820T2) und dem Programm SDR++ (mit Zadig-Treiber für Windows 10)
aufgenommen. Dargestellt sind hier exemplarisch drei Scans (unterster,
mittlerer und oberster Oszillationsbereich). Bemerkenswert ist, dass
die Frequenzspanne zu höheren Frequenzen sehr viel schärfer wird.