Labortagebuch Januar 2026

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28.1.26: DECT Telefon geöffnet




Jemand war ein DECT-Telefon ins Wasser gefallen. Beim Versuch es zu öffnen und zu trocknen gab es eine Verwechselung mit einem zweiten Gerät. Außerdem kam es beim Öffnen zu einer Beschädigung des Displays. Das Ergebnis ist jetzt aber immerhin, dass ich zwei Geräte zum Zerlegen bekommen habe. Das Öffnen war ganz einfach, alles ist zur zusammengeklickt. Und die Verbindung zum Display war nicht gelötet sondern geklebt, und die Verklebung hatte sich gelöst.



Auf der Rückseite sieht man die Batteriekontakte und viele kleine SMD-Bauteile. Aber wo ist denn eigentlich der ganze HF-Kram? Erst mit der Lupe entdeckt man zahllose gedruckte Spulen, Stichlleitungen und Anpassleitungen, alles rund um das zentrale IC SC14481. Und es gibt einen Quarz, der unklar beschriftet ist. Wenn ich 2,4 V anlege, schwingt er für eine Sekunde und wird dann abgeschaltet. Mit dem Oszilloskop konnte ich gerade noch erkennen, dass er auf einer Frequenz nahe 25 MHz arbeitet.

Kann man irgendwas davon noch gebrauchen? Ja, da gibt einen kleinen und einen größeren Lautsprecher mit 120 Ohm und 8 Ohm. Außerdem gibt es ein EEPROM 24C32 und viele kleine LEDs. Die Platine kommt jedenfalls erstmal in meine Edelschrott-Sammelkiste.



19.1.26: Ein Tesla-Transformator


Dieser Hochspannungstrafo stammt aus der Hintergrundbeleuchtung in einem Flachbildschirm. Man erkennt mehrere getrennte Kammern für die Hochspannungswicklung, um die nötigen Isolationsabstände zu erreichen.

Um daraus einen einfachen Generator zu bauen, habe ich die erprobte Schaltung eines Teslagenerators verwendet. Ich musste nur die richtige Polung der Primärspule herausfinden, dann hat es gut funktioniert. Bis ca. 12 V kann ich anlegen, wobei dann ca. 200 mA vom Netzteil gebraucht werden. Ab ca. 4 V beginnt die Glimmlampe zu leuchten. Dass sie nur einseitig angeschlossen werden muss, beweist die hohe Ausgangsspannung.

https://www.b-kainka.de/bastel150.html

Am Kollektor sieht man die Ansteuerung des Transistors. Der Oszillator ist selbstgesteuert, wobei sich die Frequenz automatisch an die Belastung anpasst.



Am Ausgang sieht man bei loser Kopplung mit einem Kabel in der Nähe des Ausgangs ein komplexes Signal. Neben der hohen Frequenz der Ansteuerung entsteht eine größere Schwingung mit deutlich tieferer Frequenz. Ich vermute, der Trafo hat mehrere Resonanzfrequenzen, also gekoppelte Resonatoren, die diese Schwingungen begünstigen.



Ein Oszillogramm der Basisspannung zeigt Details der Ansteuerung. Man erkennt eine hohe Frequenz und eine Modulation der Pulsbreite mit einer tieferen Frequenz.




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