Labortagebuch Mai 2021

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7.5.21: Flachspule aus dem Induktionsherd



Im Zuge einer größeren Aufräumaktion wollte ich eine Induktions-Herdplatte entsorgen. Aber vorher noch mal nachsehen, ob etwas davon zu gebrauchen ist... Die große Flachspule mit einem Durchmesser von 15 cm habe ich gerettet. Irgendwann will ich mal testen, ob daraus eine brauchbare Ferritantenne für Mittelwelle werden könnte. Auf der Rückseite erkennt man sechs kleine Ferritplatten. Die Wicklung besteht aus einer Art HF-Litze mit 2 mm Durchmesser.



Zur Bestimmung der Induktivität habe ich die RLC-Box von Modulbus verwendet und einen Parallelkreis mit einer umschaltbaren Kapazität gebaut. Der Kreis wurde von einem HF-Generator mit einer Koppelwindung aus Krokokabeln angeregt. Mit 1000 pF kam ich auf 510 kHz. Daraus ergibt sich eine Induktivität von ca. 100 µH. Die -3dB-Punkte lagen bei 501 kHz und 520 kHz, die Bandbreite war also 19 kHz.


3.5.21: Ein Bandpassfilter mit OPV



Ein Bandpassfilter wie das IQ-CW-Filter verwendet eine Schaltung, die für mich nicht leicht zu durchschauen war. Ein Vergleich mit einem Phasenschieberoszillator hilft weiter. Drei RC-Glieder sollen zusammen eine Phasendrehung von 180 Grad bringen und damit aus der Gegenkopplung eine Mitkopplung machen. Bei ähnlichen Schaltungen für weiche Blinker war mir schon folgendes aufgefallen: Wenn ich erst zwei von drei Kondensatoren eingebaut habe, sind schon Schwingungen zu beobachten, die allerdings schnell abklingen. Genau das passiert auch beim Bandpassfilter mit dem OPV. Wenn der 1k-Widerstand klein genug ist, hat man zwei RC-Filter, die zusammen fast 180 Grad schieben. Macht man den Widerstand kleiner, kommt man zwar näher an die 180 Grad heran, aber dann wird die Signalschwächung größer. Je näher man an 180 Grad kommt, desto größer wird die Güte, und desto länger schwingt das Filter nach.




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