Elektronik-Labor
Notizen Projekte Labortagebuch
22.7.26:
Babyphon auf 40 MHz
Sender und Empfänger eines Babyphones kamen defekt zu mir. Die Geräte
haben zwei Kanäle, und auf dem Typenschild stand 40,687 MHz und
40,69 MHz. In diesem Bereich habe ich zuerst vergeblich nach einem
Signal gesucht. Dann kam ich dahinter, dass der Sender sich erst
einschaltet, wenn ein Geräusch erkannt wurde. Irgendwas funktioniert
also noch. Dann habe ich mir den Empfänger genauer angesehen. Erkennbar
war eine ausgelaufene Batterie, die auch ein Anschlusskabel vom
Batteriekasten durchgeätzt hatte. Aber es gab auch ein Netzteil, und
damit hat alles funktioniert. Im Empfänger arbeitet ein MC3361,
der laut Datenblatt üblicherweise als FM-ZF-Stufe mit Demodulator
eingesetzt wird, aber bis 60 MHz arbeiten kann. Er verarbeitet
hier direkt das Antennensignal. Es gibt zwei umschaltbare Quarze
und Keramikfilter auf 455 kHz.
Das Datenblatt von NXP zeigt, wie man den MC3361einsetzen kann.
Zusätzlich war auf der Platine auch noch eine komplexe Steuerung für
eine Zweifarben-LED, die wohl eine gestufte Meldung je nach Umfang der
Geräusche anzeigen sollte.
13.7.25:
Ein alter Antennenverstärker
Auf dem Dachboden habe ich einen Antennenverstärker abgebaut, der schon
lange nicht mehr in Betrieb war. Interessant sind die beiden Platinen
mit gedruckten Spulen und die Abstimmmöglichkeit mit verbogenen
Blechelementen.
Vor einigen Jahren gab es mal einen Blitz-Einschlag vermutlich in diese
Antenne, der viel im Haus zerstört hat. Aber im Verstärker konnte kein
defektes Teil entdeckt werden. Der Blitzstrom muss wohl über die
Masseverbindung des Antennenkabels geflossen sein. Weiter unter hat es
aber noch für ein Loch in der Wand mit herausgesprengtem Putz gereicht.
Dort ist der Blitz auf das Heizungsrohr übergesprungen.
Auf
einer der Platinen erkennt man den eigentlichen Breitbandverstärker. Zumindest
der etwas größere Transistor am Ausgang ist nach meinen Messungen noch
brauchbar.
Am Verstärker gab es verschiedene steckbare Abschwächer. Den für 12 dB
habe ich geöffnet. Die innere Patrone enthält drei Widerstände: 150 Ohm
vom Eingang zum Ausgang und jeweils 120 Ohm an beiden Seiten nach Masse.
Ein defektes Ladegerät
An einem der heißesten Tage der letzten Hitzeperiode hat mein
5V/2A-Ladegerät Probleme bekommen. Es wurde fürchterlich heiß und hat
sogar schon eine Verformung am Gehäuse gezeigt. Ich habe es sofort vom
Netz getrennt. Und jetzt wollte ich wissen, was da passiert ist und
habe das Gehäuse geöffnet.
Der
Hitzeschaden lag genau im Bereich des Schalttransistors im
Spannungswandler. Aber deutlich ist auch erkennbar, dass die
Netzspannungs-Elkos unter Druck standen und sich aufgebläht haben. Im
Gehäuse konnte ich sogar Flüssigkeitströpfen sehen, was bedeutet, dass
der Elektrolyt die Überdruck-Sollbruchstelle verlassen hat. Auch auf
der Platine konnte ich etwas von der Flüssigkeit finden. Die beiden
Elko am Ausgang scheinen es gut überstanden zu haben. Der rote ist
vermutlich ein Alu-Polymer-Elko (22.7.24:
Polymer-Elkos), der erhöhte Ripple-Ströme aushält.