Mit
Lazarus/FreePascal habe ich mein PicoBasic/TLScript und das TestLab
programmiert. Da war mir schon klar, dass damit mehr als nur Windows geht.
Allerdings bin ich unter Linux nicht zu Hause, und deshalb hat es etwas länger
bis zu den ersten Gehversuchen gebraucht. Vor längerer Zeit habe ich mit RPi 3
und 4 mit Python gearbeitet, das war alles. Aber der Rpi 4 lag noch herum. Als
ich ihn nach ca. sechs Jahren mal wieder eingeschaltet habe, musste ich
feststellen, dass das Betriebssystem veraltet war und keine Updates mehr
erlaubte. Also musste ich erstmal alles auf den neuesten Stand (Bookworm)
bringen, die Verbindung zum VNC Viewer wieder herstellen und vieles
installieren
Dann kam Lazarus an die Reihe. Die Installation war einfacher als
gedacht. Die Eingabe "sudo apt-get install lazarus" reicht, der Rest
läuft automatisch. Allerdings dauert das ganze länger als eine Stunde.
Danach lief auch nicht gleich alles glatt. Teilweise musste noch dies
und das installiert oder eingestellt werden. Und teilweise bin ich über
Dinge gestolpert, die mit der Bedienung des Linux zu tun haben. Eine
große Hilfe war die KI in Form von Perplexity.ai. Auch schwierige Dinge
konnten so geklärt werden. Insgesamt steckt da etwa ein Arbeitstag
drin, bis ich mein erstes kleines Übungsprogrämmchen fertig hatte.
Der Timer im Programm hatte erst Probleme, die gelöst werden
konnten, indem ich etwas nach Anweisungen der KI nachinstalliert habe.
Schließlich lief mein Programm und hat mir gleich eine wichtige
Erkenntnis gebracht. Die Variable n ist als Integer deklariert, und ich
hatte einen Überlauf irgendwo nach 32000 erwartet. Aber das geht viel
weiter, weil Integer hier eine 32-Bit-Zahl ist. Man lernt nie aus. Am
meisten hat mich erstaunt, dass der kleine RPi so eine große Software
wie Lazarus ausführen kann.
Bis zu einem fertigen TestLab ist es noch ein weiter Weg. Ich muss den
Zugang zur seriellen Schnittstelle ganz anders behandeln als bisher
unter Windows, sodass er Plattform-übergreifend funktioniert. Und ich
weiß noch nicht, welche anderen Tücken da noch lauern. Aber der Aufwand
lohnt sich, denn mit Lazarus kann man sicherlich noch sehr viel mehr
erreichen. Und während ich das hier schreibe, hat der Zähler in meinem
Programm eine Million überschritten.