19.12.25:
Ein Körperschall-Mikrofon
Um Geräusche an
einer Heizung aufzuspüren habe ich dieses Körperschallmikrofon gebaut. Das
eigentliche Mikrofon ist eine Piezoscheibe, die fest eigeklebt wurde- Zuerst
dachte ich, dass ich mit einer Darlington-Schaltung auskommen könnte. Das Gerät
sollte ohne einen Schalter auskommen und aktiv werden, wenn man den
niederohmigen Kopfhörer einsteckt. Aber dann zeigte sich, dass die Verstärkung
zu gering war. Eine zweite Stufe musste her. Das schalterlose Konzept konnte
ich trotzdem retten, indem ich die Betriebsspannung für die erste Stufe mit 47
µF geglättet habe.
Das Gehäuse hatte mir mal mein Freund Rainer mit seinem 3D-Drucker für
einen ganz anderen Zweck gedruckt. Es passte hervorragend für diesen
Zweck.
Das Gerät funktioniert nun sehr gut. Ich kann die Heizung abhören, aber
auch Uhren, Trafos und das eigene Herz. Und auch jeder Tisch und jede
Wand offenbart Geräusche, die man sonst nie wahrnimmt. Sie stammen vom
Straßenverkehr, aus Nachbarhäusern oder aus ganz anderen Quellen.
Mit diesem Stethoskop habe ich gefunden, dass alle Muskeln beim
Anspannen eine Art Brummen und unregelmäßige Knackimpulse erzeugen,
deren Frequenz mit der Anspannung steigt. Das war mir neu. Aber der
Effekt ist bekannt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Mechanomyogram
Meine Schwester kannte es auch schon. Wenn man kräftig gähnt, kann man
dieses Geräusch auch ohne Hilfsmittel hören. Ich habe es probiert, es
ist dasselbe Geräusch, aber ohne die Knackimpulse.
15.12.25:
Oszillatorsignal am Antenneneingang
Bei den Versuchen mit einem
AM-Sender
ist es mir zuerst aufgefallen: Am Antenneneingang eines Röhrenradios
kann man Reste des Oszillatorsignals messen. Hier messe ich am Ende
einer langen Zweidrahtleitung und über einen kleinen Trenntrafo ca. 20
mV. Auch die Frequenz kann gemessen werden. Das Radio hatte ich vorher
auf ca. 7 MHz eingestellt, erkennbar an CW-Aktivitäten im 40m-Band. Nun
sehe ich, dass der Oszillator um die Zwischenfrequenz von ca. 470
kHz unterhalb der Empfangsfrequenz schwingt. Auf Mittelwelle und
Langwelle ist es anders, da liegt die Oszillatorfrequenz oberhalb der
Empfangsfrequenz.