Elektronik-Labor
Notizen Projekte Labortagebuch
25.2.26:
Türgong SAE800
In der
geschenkten Bauteilesammlung waren viele ICs, von denen ich einige nicht
kannte. Die Neugier treibt mich dann immer, die Datenblätter im Netz zu suchen
und zu überlegen, was man damit anfangen könnte. Auch zwei SAE800 von Siemens
waren dabei. Da hat bei mir etwas geklingelt. Und tatsächlich, es sind
Türgong-ICs.
Im ersten Versuch
wurde die Schaltung aus dem Datenblatt auf einem Steckboard getestet. Als sie
funktionierte, habe ich alles auf eine kleine Lochrasterplatine gesetzt. Als
Lautsprecher diente der kleinere Lautsprecher aus dem defekten DECT Telefon.
Am Ende wurde die Platine in ein Plastik-Döschen eingebaut.
Wegen der relativ großen Länge ergibt sich trotz des kleinen Lautsprechers ein
guter Klang. Mein kleiner Enkel war begeistert. Er betätigt gern Lichtschalter,
Klingelknöpfe und vieles mehr, was nicht so gut ankommt. Aber hier kann er nun
klingeln, solange seine Eltern das aushalten.
16.2.26:
Brückenverstärker TDA7052
Allen Bastlern geht es
ähnlich. Man kann alles gebrauchen, und am Ende hat man viel zu viel. Nur was
man gerade braucht, ist nicht dabei. So ging es mir mit dem TDA7052, einem
NF-Brückenverstärker, der ab 3 V arbeitet. Ich hatte ihn mal in einem
Kurzwellenempfänger eingesetzt, aber inzwischen wird er nicht mehr gebaut. Aber
gerade kam ein Päckchen, voll mit interessanten Bauteilen. Der Absender war
nicht zu entziffern, und so bedanke ich mich auf diesem Weg. Im Päckchen waren
Bauteile aus vielen Jahrzehnten, von Germanium-Transistoren über CMOS-ICs,
Arduino-Controllern bis hin zum ESP32-Board. Und mitten dabei auch der TDA7052.
Ich werde alle Bauteile in Ehren halten, und einige werden auch ihren Einsatz
finden. Und wenn sich mal die Gelegenheit ergibt, werde ich vieles verschenken,
Vielleicht können sie helfen, jüngere Bastler auf den Weg in die Elektronik zu
unterstützen.
12.2.26:
Indirekte Leistungsmessung
Die beste Ehefrau hat mir einige Glühlampen zur Entsorgung gegeben.
Weil aber gerade eine E14-Birne für eine Leselampe fehlte, wollte ich
eine davon einsetzen. Sie war aber nicht beschriftet. Und ich wollte
wissen, ob ich die höhere Leistung im Vergleich zu einer LED-Lampe mit
meinem ökologischen Gewissen vereinbaren kann. Also habe ich den
Kaltwiderstand mit dem Ohmmeter gemessen: 180 Ohm.
Eine Faustregel besagt, dass der Widerstand im normalen Betrieb um den
Faktor 10 größer ist. 230V / 1800 Ohm = 128 mA. Und 230 V * 128 mA = 29
W. Zum Vergleich hatte ich eine beschriftete Lampe mit 50 W. Sie hatte
einen Kaltwiderstand von 85 Ohm. Die gleiche Rechnung brachte eine
geschätzte Leistung von 62 W, also vermutlich 24% zu viel. Im gleichen
Maße korrigiert hat die kleinere Lampe 23,4 W. Geschätzt hatte ich
nominell 25 W. Und am Ende habe ich doch noch eine sehr schwache
Beschriftung mit 25 W entdeckt, die Methode bringt also reelle
Ergebnisse.
Mein ökologisches Gewissen habe ich dann folgendermaßen beruhigt: Weil
diese Lampe ja auch Wärmestrahlung abgibt und mit dem Reflektor sehr
effektiv ist, kann ich am Abend beim Lesen die Zimmertemperatur etwas
absenken, was vermutlich mehr Energie einspart. Außerdem hat die Lampe
ein sehr schönes, warmes Licht.